Digitalisierung im Handwerk: Diese Förderprogramme gibt es für Betriebe

Digitalisierung im Handwerk: Diese Förderprogramme gibt es für Betriebe

Digitalisierung ist in allen Wirtschaftszweigen an der Tagesordnung. Die Prozesse sind vielschichtig und notwendig, doch häufig fehlen die nötigen Mittel und das Know-how, um die erforderlichen Umstellungen nach den eigenen Vorstellungen umsetzen zu können. Und hier kommt der Staat ins Spiel. Denn Bundes- und Länderregierungen sehen die Digitalisierung im Handwerk als Notwendigkeit für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Aus diesem Grund unterstützen verschiedene staatliche Institutionen die Digitalisierungsprozesse mit Fördergeldern. Um welche Programme es sich handelt erfahren Sie, wie immer, bei uns im Blog.

Digitalisierung im Handwerk

Bund und Länder erachten eine allgemeine Digitalisierung als notwendig für die deutsche Volkswirtschaft denn: „Digitale Technologien und Know-how entscheiden in der heutigen Arbeits- und Wirtschaftswelt über die Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit von Unternehmen.“ Aus diesem Grund sind diese Institutionen Träger verschiedener Förderprogramme, welche die Digitalisierung im Handwerk intensivieren sollen.

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) sagt bezüglich des Programms Digital Jetzt – Investitionsförderung für KMU, es solle „Firmen dazu anregen, mehr in digitale Technologien sowie in die Qualifizierung ihrer Beschäftigten zu investieren.“

Wer wird gefördert?

Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sollen durch finanzielle Zuschüsse die interne Digitalisierung vorantreiben. Die Höchstanzahl an Mitarbeitern hängt hierbei immer vom jeweiligen Programm ab, mal sind es 100, mal 250 und manchmal 500. Hier gibt es zwischen Bund, Ländern und Programmen starke Unterschiede, für Ihr KMU sollte jedoch auf jeden Fall etwas dabei sein.

Warum digitalisieren?

Wie bereits erwähnt, macht die Digitalisierung heute in vielen Wirtschaftszweigen den Unterschied aus. Wer konkurrenz- und wirtschaftsfähig sein will, muss auf kurze Sicht zumindest Teile der Unternehmensprozesse komplett digitalisieren. Digitalisierung spart außerdem langfristig Geld, Zeit und Wege und ist deshalb auch einer der Grundsteine für eine Veränderung der Unternehmenskultur hin zu mehr Nachhaltigkeit.

8 Prozesse die digitalisiert werden sollten

Viele Prozesse in Ihrem Unternehmen werden also durch die Verlagerung ins Virtuelle deutlich vereinfacht. Hierfür seien einige Beispiele genannt:

  • Kundenverwaltung / Kommunikation
  • Buchhaltung / Steuerberater
  • Zeiterfassung
  • Einsatzplanung
  • Abrechnung
  • Archivierung
  • Kundenakquise / Vertrieb
  • Mitarbeiterverwaltung / Personalwesen

All das lässt sich über Software und Apps wie Fortytools ganz bequem von verschiedenen Endgeräten wie Computern, Smartphones oder Tablets aus managen.

Welche Förderprogramme gibt es?

Die geförderten Programme sind vielfältig, von der Schulung der Mitarbeiter, der Aufrüstung in Sachen Digitalisierung bis hin zur Beratung, in welchen Bereichen Ihr Unternehmen sich digital verstärken könnte, gibt es viele Optionen. Außerdem ist zu bedenken, dass Bund und Länder teils übereinstimmende, teils unterschiedliche Förderungen anbieten.

Bundesweite Programme

Der Bund hat mittels des BMWK u.a. das bereits erwähnte Programm Digital Jetzt – Investitionsförderung für KMU aufgelegt. Hierfür müssen Handwerksbetriebe einen Digitalisierungsplan erstellen und einreichen. Gefördert wird die Investition in Technologien für Arbeitsprozesse sowie die Schulung von Mitarbeiter*innen in Themen wie digitaler Sicherheit und Einsatz von Technologien bei der Arbeit.
Hierbei wird besonders auf die Förderung von Unternehmen mit wenigen Beschäftigten Wert gelegt. Der Bund verspricht bis zu maximal 100.000€, je nachdem welche Prozesse ihr Digitalisierungsplan enthält. Folgende Grafik veranschaulicht das Programm:

Quelle: BMWK

Ein weiteres bundesweites Programm ist Go-Digital, hierbei werden von spezialisierten Firmen für ihr Unternehmen durchgeführte Beratungen gefördert. Besagte Berater prüfen die digitale Ausbaufähigkeit ihres Handwerkunternehmens und erstellen einen Bericht über mögliche zu digitalisierende Bereiche, welche wiederum in einer Digitalstrategie für ihren Betrieb münden können.
Die zugelassenen Beratungsfirmen können Sie direkt beim Go-Digital-Portal prüfen.

Geförderte Programme auf Landesebene

Ein Beispiel für die Förderung auf Landesebene stellt das Programm für digitale Transformation der Investitions- und Förderbank der Stadt Hamburg dar. Dies vereint Elemente von Go-Digital und Digital Jetzt, so fördert ein Modul Namens Hamburg-Digital Check die bei Go-Digital durchgeführten Beratertätigkeiten in Sachen Digitalisierung, während Hamburg-Digital Invest die Umsetzung der bei Digital Check entwickelten Strategien und Konzepte unterstützt.

Check wird hierbei mit bis zu 5000€ bezuschusst, während Invest einen maximalen Förderbetrag von 17.000€ vorsieht.

Weitere Informationen und Förderprogramme zur Digitalisierung

Einige weitere Förderprogramme finden Sie in der Liste der Deutschen Handwerks Zeitung und für mehr Informationen empfiehlt sich eine Rücksprache mit dem Mittelstand-Digital Zentrum Handwerk, dass sich auf die Beratung von Handwerksunternehmen spezialisiert. Dieses bietet auch einen guten Überblick über die von den Ländern geförderten Digitalisierungs Programme.

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