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Zertifikate im Reinigungsbetrieb

Im zulassungsfreien Gebäudereiniger-Handwerk ist es für Kunden oft schwer, zu erkennen, ob sie es mit einem fachkompetenten und zuverlässigen Dienstleister zu tun haben. Immer mehr Betriebe setzen daher auf offizielle Zertifizierungen, um ihre Verlässlichkeit und Kompetenz zu unterstreichen. Doch was für Qualitätssiegel gibt es eigentlich? Und welche Vorteile hat ein Unternehmen letztlich von diesen Zertifikaten? Ein kurzer Einblick.

Der "Klassiker": Die ISO 9001-Zertifizierung


Eine der gängigsten Zertifizierungen in der Gebäudereinigung ist die DIN EN IS0 9001. Die Qualitätsmanagement-Norm ISO 9001 ist national und international die meist verbreitete und bedeutendste Norm im Qualitätsmanagement. Eine Zertifizierung nach ISO 9001 bescheinigt dem Unternehmen ein systematisches Qualitätsmanagement. Hierfür gilt es allerdings sehr viele Auflagen zu erfüllen – von Qualitätssicherungsmaßnahmen inkl. dazugehöriger Dokumentation über die Einbeziehung der Mitarbeiter bis hin zu kundenorientiertem Handeln.

Neben dem ISO 9001-Zertifikat gibt es noch viele andere Zertifizierungen, mit der Sie die Qualität Ihres Betriebes unter Beweis stellen können. So vergeben z. B. auch Innungsverbände und andere Institutionen Qualitätssiegel, teilweise basierend auf ähnlichen Kriterien wie bei der DIN ISO 9001. Die Kriterien werden hierbei von den Vergabestellen selbst definiert.

Qualitätssiegel anderer Institutionen


Im Rahmen einer solchen Zertifizierung müssen meist spezifische Maßnahmen und Auflagen dieser Institution erfüllt werden. Oft bedeutet das, dass Berater involviert sind, dass Mitarbeiter als Nachweis über bestimmte Fortbildungen an Schulungen teilnehmen müssen oder ähnliches. In der Regel sind solche Zertifizierungen deshalb recht kostspielig.

Es empfiehlt sich daher, sich vorab gründlich über den Anbieter zu informieren. Häufig haben die IHK, der TÜV und Innungsverbände gute und seriöse Angebote in diesem Bereich. Zudem empfiehlt es sich stets, nochmals zu überlegen, welche Art von Zertifizierung man konkret anstrebt und inwiefern diese dem Betrieb wirklich einen Qualitäts- und Prestigegewinn bringt.

Eine Zertifizierung des Qualitätsverbundes Gebäudedienste belegt z. B., dass ein Betrieb seine Meisterqualifikation im Gebäudereiniger-Handwerk prüfen lassen hat, nachhaltig ausgerichtet ist und sich kontinuierlich weiterbildet. Das RAL Gütezeichen wiederum steht für die Einhaltung der Qualitätskriterien und Anforderungen des RAL Gütezeichens Gebäudereinigung.


Fachspezifische Zertifikate


Nicht zuletzt gibt es in der Reinigungsbranche natürlich viele spezifische Zertifikate. Wer beispielsweise regelmäßig an Fortbildungen zu Themen wie Hygiene, Arbeits- und Gesundheitsschutz, Objektleitung, Desinfektion etc. teilnimmt, sollte die Teilnahme-Zertifikate ruhig auf seiner Website hochladen. So weiß der Kunde auf Anhieb, dass er es mit einem professionellen Betrieb zu tun hat, in dem Weiterbildung groß geschrieben wird.

Darüber hinaus gibt es natürlich auch noch die Zertifizierungen für besondere Dienstleistungen wie z. B. Lebensmittel- und Krankenhaushygiene oder Schädlingsbekämpfung. Diese kennzeichnen nicht nur das gute Management in einem Betrieb, sondern weisen insbesondere das spezifische Fachwissen in einem bestimmten Bereich aus.

Auch der Weg kann das Ziel sein


Insgesamt dienen Zertifikate vorrangig dazu, Kunden zu überzeugen, dass sie es mit einem professionellen und verlässlichen Partner für ihre Reinigungsaufträge zu tun haben. Am Ende sind die Zertifizierungen also vor allem Mittel zu dem Zweck, Aufträge zu gewinnen. Dennoch können viele der Maßnahmen, die ein Institut im Rahmen einer solchen Zertifizierung fordert, so oder so sinnvoll für das Unternehmen sein.

Im Umkehrschluss heißt das: Auch wenn ein kleines Reinigungsunternehmen (noch) nicht in der Lage ist, eine offizielle Zertifizierung zu erreichen, kann es dennoch Sinn machen,

  • betriebsinterne Abläufe regelmäßig zu hinterfragen,
  • Qualitätsmanagement-Maßnahmen einzuführen bzw. zu betreiben,
  • in die Nachhaltigkeit der Firma zu investieren.

Wer es schafft, sich mit Hilfe eines guten Qualitätsmanagements und einer persönlichen Kundenorientierung positiv von der Konkurrenz abzusetzen, benötigt ggf. (vorerst) gar keine offizielle Zertifizierung. Am Ende ist schließlich nicht das Zertifikat, sondern die Qualität entscheidend für die Zufriedenheit des Kunden.

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